Roger Federer ohne Satzverlust in der nächsten Runde

Wimbledon: Federer, Cilic und Williams souverän, Stephens und Dimitrov raus

Titelverteidiger Roger Federer hat seine Auftakthürde beim prestigeträchtigsten der Grand-Slam-Turniere in Wimbledon ohne Mühe gemeistert. Der 36-jährige Schweizer, der in diesem Jahr seinen neunten Triumph im Rasen-Mekka in London anstrebt, setzte sich gegen den Serben Dusan Lajovic in nur 79 Minuten durch. Andere zogen nach. Eine Überraschung gab es bei den Damen.

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Am Ende lautete das souveräne Ergebnis: 6:1, 6:3, 6:4. „Ich habe den Fokus früh gefunden und bin gut ins Match gekommen. Ich bin froh, dass ich durch bin, es ist immer Druck da“, sagte der Maestro.

Lediglich am Anfang seiner Karriere war Federer bei seinen ersten beiden Wimbledon-Starts 1999 und 2000 sowie 2002 in der ersten Runde ausgeschieden. Nächster Gegner des 20-maligen Major-Gewinners ist der Sieger der Partie zwischen Eastbourne-Finalist Lukas Lacko (Slowakei) und dem französischen Qualifikanten Benjamin Bonzi.

Gegen Lajovic hatte Federer von Beginn an einen souveränen Eindruck hinterlassen. Im ersten und zweiten Satz gewann der Wimbledon-Rekordsieger zwischenzeitlich neun Spiele in Serie. Im gesamten Match ließ er zudem nicht einen einzigen Breakpoint zu.

Ebenfalls eine Runde weiter ist Vorjahresfinalist Marin Cilic, der dem Japaner Yoshihito Nishioka beim 6:1, 6:4, 6:4 wenig Chancen ließ. Ebenfalls weiter ist die Nummer 17 der Setzliste Lucas Pouille, der den auf Rasen aufstrebenden Denis Kudla in vier Sätzen besiegte.

Die erste kleinere Überraschung ereignete sich derweil in der Damen-Konkurrenz. French Open-Finalistin Sloane Stephens verlor etwas überraschend gegen Donna Vekic (Lesen Sie in unserem Rasenranking, warum es dann doch keine zu große Überraschung war.

Stan Wawrinka dagegen überraschte wirklich. Der Schweizer, der sich nach einer doppelten Knie-OP erst mühsam wieder zurück in die Weltspitze kämpft, rang in seinem Auftaktmatch den an Nummer sechs gesetzten Bulgaren Grigor Dimitrow mit 1:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5), 6:4 nieder.

Es war der erst zweite Sieg für Wawrinka bei einem Grand-Slam-Turnier seit seinem Final-Einzug bei den French Open 2017 und der erst sechste Erfolg in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatte sich der 33-Jährige zweimal am linken Knie operieren lassen und wird nach anhaltender Formkrise zurzeit nur auf Position 224 der Weltrangliste geführt. Sein nächster Gegner ist der Italiener Thomas Fabbiano.

Besser machte es Karolina Pliskova, die gegen die britische Wild Card-Inhaberin Harrit Dart in drei Sätzen gewann. Rekord-Grand-Slam-Siegerin Serena Williams hat bei ihrer Rückkehr trotz anfänglicher Mühen ebenfalls souverän die zweite Runde erreicht. Gegen die Niederländerin Arantxa Rus gewann die 36-Jährige mit 7:5, 6:3. Williams, die das prestigeträchtige Rasen-Major bereits siebenmal gewonnen hat, ist erstmals nach ihrer 13-monatigen Babypause wieder in London am Start.

Williams hatte gegen Rus zu Beginn nicht so dominant wie gewohnt agiert. Im zweiten Durchgang lag sie dann sogar bereits mit 1:3 zurück, ehe sie die Partie doch wieder drehen konnte. In der nächsten Runde trifft die vom Veranstalter an Position 25 gesetzte Williams, derzeit eigentlich nur die Nummer 181 der Weltrangliste, auf Tereza Smitkova (Tschechien) oder Wiktorija Tomowa (Bulgarien).

Bei den French Open hatte Williams Ende Mai bereits ihr Comeback auf Grand-Slam-Ebene gegeben. Nach drei Siegen in den ersten Runden hatte die 23-malige Major-Gewinnerin vor ihrem Achtelfinalmatch gegen ihre russische Rivalin Maria Scharapowa aufgrund einer Brustmuskelverletzung zurückgezogen.