Day Thirteen: The Championships – Wimbledon 2016

Alles zu Wimbledon 2018: Favoriten, Preisgeld, TV und Streams

Mit dem dritten Grand Slam des Jahres findet in Wimbledon vom 2. bis zum 15. Juli 2018 sicherlich das tradionellste und bekannteste Tennisturnier der Welt statt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Höhepunkt der Rasensaison: Teilnehmer, Auslosung, Favoriten, Preisgelder und TV-Zeiten. Außerdem gibt es eine Einschätzung zu den deutschen Spielerinnen und Spielern.

HIER gelangen Sie zu einer aktellen Vorschau auf die deutschen Spiele und deren Ergebnisse:

Wimbledon ist das älteste und auch im modernen Tennis wohl das wichtigste Turnier der Welt. Austragungsort ist der Londoner Stadtteil Wimbledon, der im Südwesten der englischen Hauptstadt liegt. Es ist das einzige Grand Slam, das auf Rasen gespielt wird.

Das Turnier wird von der ITF ausgerichtet und ist Teil der ATP World Tour sowie der WTA-Tour. Neben den Einzelkonkurrenzen werden die Sieger im Doppel, Mixed, den Junioren sowie bei den Rollstuhlfahrern ermittelt.

Titelverteider ist Rekord Grand Slam-Champion Roger Federer, der das Turnier bereits achtmal gewinnen konnte. Bei den Damen strebt die Spanierin Garbine Muguruza ihren zweiten Wimbledon-Erfolg nacheinander an.

Aus deutscher Sicht werden Alexander Zverev und Angelique Kerber, die 2016 im Finale stand, naturgemäß die größten Chancen eingeräumt. Die heimischen Fans träumen von einem dritten Titel ihres Superstars Andy Murray, der sich allerdings erst kurz vor dem Turnier nach einer einjährigen Hüftverletzung fit gemeldet hat. Eine Teilnahme ist dennoch nicht sicher. Erst nach seiner Teilnahme in Eastbourne, wo er in Runde eins Stan Wawrinka schlug, will er eine Entscheidung treffen.

In London geht es aber längst nicht nur ums Sportliche. Wimbledon bewahrt sich in einzigartiger Form die Tradition. So ist es den Spielerinnen und Spielern weiterhin nicht erlaubt, ein Outfit für das Match auszuwählen, das nicht überwiegend weiß ist.

Historie: Seit wann wird Wimbledon ausgetragen?

Die Lawn Tennis Championships werden nicht grundlos als prestigeträchtigste und älteste Tennisturnier der Welt bezeichnet.

Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877. Stattgefunden hat das Ganze auf einem Gelände an der Worple Road in Wimbledon. Ausrichter war der All England Lawn Tennis and Croquet Club. Pikant: Der Grund für das Turnier war eine Rechnung über 10 Pfund für eine Rasenwalze. Die musste erneuert werden. So entstand die Idee, ein Turnier abzuhalten und dafür Eintrittsgeld von den Zuschauern zu verlangen.

Zunächst nur für Männer zugelassen, wurden 1884 die Wettbewerbe für Dameneinzel und Herrendoppel eingeführt. Damendoppel und Mixed wurden 1913 ins Turnierprogramm aufgenommen. 1922 wurde ein neuer Tenniskomplex an der Church Road eingeweiht. Das für 15.000 Zuschauer ausgelegte Stadion entwickelte sich zum „Mekka des Tennissports“. 1937 wurden die Championships erstmals im Fernsehen übertragen.

Wann und wo findet Wimbledon statt?

Die Hauptkonkurrenz startet mit Beginn des Hauptfeldes am Montag, den 2. Juli. Das Finale der Herren bildet den Abschluss am Sonntag, den 15. Juli. Eine Besonderheit 2018: Das Finale im Herren-Einzel wird nahezu zeitgleich mit dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen. In Russland wird um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit angepfiffen. Auf dem Centre Court zu Wimbledon wird der erste Aufschlag traditionell um exakt 15 Uhr getätigt.

Qualifikation in Wimbledon

FAMILIENAUSFLUG: Wer in entspannter Atmosphäre richtig gutes Tennis sehen will, sollte die Qualifikation in Wimbledon besuchen. Es gibt dort auch genug Auslauf für die Kleinsten.

Bereits eine Woche zuvor, am Montag, den 25. Juni startet die Qualifikation für das Hauptfeld, die traditionell nicht in Wimbledon ausgespielt wird. Die Qualifikation ist ausgelagert nach Roehampton – eine sinnvolle Maßnahme. Wer möchte zum Auftakt des Wimbledon-Hauptfeldes statt sattem, grünem Rasen braune Flecken sehen? Außerdem würden die Gras-Courts drei Wochen Dauereinsatz nicht aushalten (Eine hintergründige Reportage lesen Sie HIER).

Die eigentliche Hauptkonkurrenz findet dann im südwestlichen Stadtteil Wimbledon statt, in dem auch Boris Becker sein Hauptwohnsitz hat, und damit ist ausdrücklich nicht sein Wohnzimmer, der Centre Court, gemeint.

Die Qualifikation in Wimbledon

Seit Montag, den 26. Juli läuft die ausgelagerte Qualifikation in Wimbledon. Es gilt, drei Runden zu überstehen. Nur die Finalgewinner erhalten das Ticket für die erste Hauptrunde. Bei den Herren gibt es acht deutsche Teilnehmer. Das Trio bei den Damen wird angeführt von der wiedergenesenen Sabine Lisicki, die jedoch in Runde eins gescheitert ist. Das sind die Deutschen, die sich ein Ticket erspielt haben. Infos zu allen deutschen Teilnehmern gibt es weiter unten:

Runde 3:

Yannick Maden – Melzer (Österreich) 5:7, 3:6, 7:6, 6:4, 6:3

Matthias Bachinger – Novak (Österreich) 2:6, 4:6, 2:6

Dominic Koepfer – Gombos (Slowakei) 6:2, 3:6, 6:2, 4:6, 5:7

Antonia Lottner – Andreescu (Kanada) 6:3, 7:6

Mona Barthel – Loeb (USA) 7:5, 6:1

Runde 2:

Matthias Bachinger – Daniel Evans (Großbritannien)  6:0, 6:3

Mats Moraing  – Travaglia (Italien) 4:6, 4:6

Yannick Maden  – Granollers (Spanien) 6:1, 6:3

Tobias Kamke – Fabbiano (Italien) 1:6, 5:7

Dominic Koepfer – G. Melzer (Österreich)) 2:6, 6:4, 6:2

Mona Barthel – Dodin (Frankreich) 6:3, 1:6, 8:6

Anonia Lottner – Falconi (USA) 6:0, 1:6, 6:3

Runde 1:

Yannick Maden (20) – Ilya Marchenko (Ukraine) 4:6, 6:3, 6:4

Oscar Otte –  Marcel Granollers (Spanien) 4:6, 3:6

Tobias Kamke – Prajnesh Gunneswaran (Indien) 6:1, 6:4

Matthias Bachinger –  Marc Pohlmans (Australien) 6:3, 4:6, 8:6

Mats Moraing –  Lloyd Harris (USA) 6:4, 6:2

Dominik Köpfer – Tatsuma Ito (Japan)  6:4, 6:3

Yannick Hanfmann (7) – Stephane Robert (Frankreich) 5:7, 6:7

Dustin Brown – Stefan Kozlov (USA) 3:6, 1:6

Antonia Lottner – Francoise Abanda (Kanada) 7:5, 6:4

Sabine Lisicki – Anna Kalinskaya (Russland) 4:6, 6:7

Mona Barthel (8) – Fanny Stollar (Ungarn) 5:7, 6:3, 6:4

Tamara Korpatsch – Ayano Shmizu (Japan) 6:4, 5:7, 1:6

Gibt es noch Karten für Wimbledon 2018?

Ja! Im Gegensatz zu vergleichbaren Großereignissen halten die Veranstalter noch Karten für die Tageskassen zurück. Dazu müssen sich Fans täglich in die berühmte Warteschlange, „The queue“ einreihen, die bereits um 6 Uhr morgens länger und länger wird. Die Preise starten bei 25 Pfund, bezahlt werden kann ausschließlich in bar. Für die Qualifikation müsssen Karten aber vorher bestellt werden.

Wo kann ich Wimbledon 2018 verfolgen?

Das Wimbledon-Turnier ist das einzige Grand Slam, das in Deutschland nicht im Free-TV läuft. Die Rechte liegen beim Pay-TV-Sender Sky, der ab Montag, den 2. Juli live überträgt. Wie in den vergangenen Jahren wird es bis zu sechs Livekanäle geben. Vor Ort begleitet das Duo Yannick Erkenbrecher (Moderator) und Patrik Kühnen (Experte) täglich das Geschehen und fasst am Abend in der Sendung London Calling alle wichtigen Ereignisse zusammen. Darüber hinaus meldet sich der renommierte Tennis-Reporter Moritz Lang in regelmäßigen Schleifen für Sky Sports News HD.

Die abendliche Sendung läuft live auf Sky Sport News HD, der Nachrichtensender ist ebenfalls im Free-TV empfangbar. Dort wird auch erstmals das Erstrundenmatch von Roger Federer live und kostenlos übertragen.

Der Zeitplan von Wimbledon 2018:

DatumUhrzeitEvent
Montag, 02. Juliab 11 Uhr1. Runde Herren und Damen
Dienstag, 03. Juliab 11 Uhr1. Runde Herren und Damen
Mittwoch, 04. Juliab 11 Uhr2. Runde Herren und Damen
Donnerstag, 05. Juliab 11 Uhr2. Runde Herren und Damen
Freitag, 06. Juliab 11 Uhr3. Runde Herren und Damen
Samstag, 07. Juliab 11 Uhr3. Runde Herren und Damen
Sonntag, 08. Julispielfrei
Montag, 09. Juliab 11 UhrAchtelfinale Herren und Damen
Dienstag, 10. Juliab 14 UhrViertelfinale Damen
Mittwoch, 11. Juliab 14 UhrViertelfinale Herren
Donnerstag, 12. Juliab 14 UhrHalbfinale Damen
Freitag, 13. Juliab 14 UhrHalbfinale Herren
Samstag, 14. Juliab 15 UhrFinale Damen
Sonntag, 15. Juliab 15 UhrFinale Herren

Wimbledon 2018: Gibt es einen Livestream?

Sky bietet seinen Kunden, die das Paket gebucht haben, über Sky Go den vollen Zugang auch online an. Einen kostenlosen Livestream gibt es darüber hinaus in Deutschland aber nicht. Das Erstrundenmatch von Roger Federer wird aber ebenfalls im kostenlosen Stream angeboten auf Sky Sport News HD am ersten Montag.

Wimbledon 2018: Wann ist die Auslosung und wer spielt gegen wen?

Die Auslosung für die Hauptfelder fand am Freitag, den 29. Juni statt. Genau genommen: Um 10 Uhr englischer Zeit im Hauptpresseraum im Medienzentrum.  HIER gelangen Sie zu einer aktellen Vorschau auf die deutschen Spiele.

Die Partien der Deutschen in Runde drei:

Frauen

Angelique Kerber (11) Naomi Osaka (18/Japan)

Julia Görges (13) – Barbora Stycova (23/ Tschechin)

Herren:

Philipp Kohlschreiber (25) – Kevin Anderson (8/Südafrika)

Die Partien der Deutschen in Runde zwei:

Die Partien der Deutschen in Runde zwei:

Frauen:

Angelique Kerber – Claire Liu (USA) 3:6, 6:2, 6:4

Julia Görges (13) – Vera Lepko (Weißrussland) 6:2, 3:6, 6:2

Tatjana Maria – Kiki Mladenovic (Frankreich) 2:6, 2:6

Andrea Petkovic – Yanina Wickmayer (Belgien) 4:6, 3:6

Herren:

Alexander Zverev (4) – Taylor Fritz (USA) 6:4, 5:7, 6:7 (wird am Freitag fortgesetzt

Philipp Kohlschreiber (25) – Gilles Muller (Luxenburg) 7:6, 7:6, 7:6

Jan-Lennard Struff – Ivo Karlovic (Kroatien) 6:7, 3:6, 7:6, 7:6, 13:11

Die Partien der Deutschen in Runde eins:

Frauen:

Angelique Kerber – Vera Zvonareva 7:5, 6:4

Julia Görges – Mona Puig 6:4, 7:6

Carina Witthöft – Carla Suarez Navarro 2:6, 4:6

Andrea Petkovic – Zhang 6:4, 4:6, 6:2

Mona Barthel – Yanina Wickmayer 5:7, 4:6

Tatjana Maria – Elina Svitolina 7:6, 4:6, 6:1

Antonia Lottner – Evgeniya Rodina 6:3, 5:7, 4:6

https://twitter.com/schnejan/status/1012637627198132224

Herren:

Alexander Zverev – James Duckworth 7:5, 6:2, 6:0

Philipp Kohlschreiber – Jefgeny Donskoy 6:2, 6:4, 7:5

Jan-Lennard Struff –Leonardo Mayer 3:6, 6:7, 7:6, 7:6, 6:1

Maximilian Marterer – Damir Dzumhur 3:6, 2:6, 4:6

Peter Gojowczyk – Juan Martin del Potro 3:6, 4:6, 3:6

Flo Mayer – Jiri Vesely 6:7, 4:6, 6:4, 6:1

Mischa Zverev – Philippe Herbert 4:6, 3:6, 4:6

Yannick Maden – John Isner 2:6, 6:7, 5:7

Die gesamte Auslosung finden Sie HIER

Wer ist in Wimbledon 2018 gesetzt?

Die Setzliste ist am Mittwoch, den 27. Juni erschienen. Sie richtet sich im Gegensatz zu den weiteren drei Grand Slams nicht ausschließlich nach der offiziellen Weltrangliste. Die Verantwortlichen lassen zudem die Rasenergebnisse der vergangenen zwei Jahre mit einfließen – nach folgender Formel: Weltrangliste zum 25. Juni plus 100 Prozent der Punkte, die auf Gras in den vergangenen zwölf Monaten gesammelt wurden plus nochmals 75 Prozent der Punkte des besten Rasenturniers der vergangenen zwölf Monate (HIER finden Sie einen ausführlichen Artikel, der diese Regeln aufbröselt).

Wimbledon-SetzungMänner

(Weltranglistenposition)

Frauen

(Weltranglistenposition)

1Roger Federer (2)Simona Halep
2Rafael Nadal (1)Caroline Wozniacki
3Marin Cilic (5)Garbine Muguruza
4Alexander Zverev (3)Sloane Stephens
5Juan Martin del Potro (4)Elina Svitolina
6Grigor DimitrovCaroline Garcia
7 Dominic ThiemKarolina Pliskova
8Kevin AndersonPetra Kvitova
9John Isner (10)Venus Williams
10David Goffin (9)Madison Keys
11Sam Querrey (13)Angelique Kerber
12Novak Djokovic (17)Jelena Ostapenko
13Milos Raonic (32)Julia Görges
14Roberto Bautista AgutDaria Kasatkina
15Diego Schwartzman (11)Elise Mertens
16Nick Kyrgios (19)Coco Vandeweghe
17Borna Coric (21)Ashley Bartey
18Lucas Pouille (20)Naomi Osaka
19Jack Sock (15)Magdalena Rybarikova
20Fabio Fognini (16)Kiki Bertens
21Pablo Carreno Busta (14)Anastasija Sevastovoa
22Kyle Edmund (18)Johanna Konta
23Adrien Mannarino (24)Barbora Strycova
24Richard Gasquet (29)Maria Sharapova
25Kei Nishikori (27)Serena Williams (183)
26Hyeon Chung (22)Daria Gavrilova (25)
27Philipp Kohlschreiber (25)Carla Suarez Navarro (26)
28Denis Shapovalov (26)Anett Kontaveit (27)
29Damir Dzumhur (30)Mihalea Burzarnescu (28)
30Filip Krajinovic 28)Anastasia Pavlyuchenkova (29)
31Marco CecchinatoShuai Zhang (30)
32Fernando VerdascoAgnieszka Radwanska (31)

Das führt unter anderem dazu, dass Alexander Zverev eine Setzungsposition an Marin Cilic verliert. Dier deutsche Nummer eins wird aufgrund der schlechteren Rasenergebnisse an vier gesetzt sein. Der Kroate, der 2017 im Finale von Wimbledon stand und vor Wochenfrist Queen’s gewann, an drei. Die offizielle Setzliste gibt es ab Mittwoch hier.

Wie hoch ist das Preisgeld in Wimbledon 2018?

Einzel Männer/FrauenPreisgeld pro Spieler (in Euro)Steigerung zu 2017 (in Prozent)
Wimbledon-Champion2.574.0002,3
Finalverlierer1.287.0002,3
Halbfinalisten643.0992,2
Viertelfinalisten321.5482,2
Achtelfinale186.52010,9
3. Runde114.43011,1
2. Runde72.09010,5
1. Runde44.62411, 4

Viele weitere Informationen zum Preisgeld finden Sie HIER

Traditionen in Wimbledon

Nur hier findet die alte Regelung, dass 90 Prozent der Spielkleidung weiß sein müssen, noch Anwendung. Das Publikum nimmt traditionell Erdbeeren mit Sahne zu sich und erträgt den nicht selten vorkommenden und Spielpausen erzwingenden Regen mit Gleichmut. Tradition ist aber auch, dass der erste Sonntag des Turniers spielfrei, also ein Ruhetag ist. Das Eröffnungsspiel findet auf dem „Centre Court“ statt und ist dem Titelverteidiger im Herreneinzel vorbehalten.

Seit 1922 gibt es auf dem größten Platz eine königliche Loge, auch Royal Box genannt. Dort ist Platz für 74 Ehrengäste.

Rekord- und aktuelle Sieger in Wimbledon

Niemand hat das Turnier öfter gewonnen als die gebürtige Tschechin und spätere Amerikanerin Martina Navratilova. Die heutige TV-Expertin siegte zwischen 1978 und 1990 neunmal. Nur einen Titel weniger hat aktuell Roger Federer vorzuweisen. Er könnte 2018 gleichziehen.

Die längste Serie in Folge halten bei den Frauen Navrátilova mit sechs Siegen (1982 bis 1987) und bei den Männern der Brite William Renshaw mit ebenfalls sechs Titeln (1881 bis 1886). Der Brite Hugh Doherty gewann fünfmal in Folge (1902 bis 1906), ebenso die Französin Suzanne Lenglen (1919 bis 1923), der Schwede Björn Borg (1976 bis 1980) und Roger Federer (2003 bis 2007). Der gebürtige Neuseeländer Anthony Wilding (1910 bis 1913) und der US-Amerikaner Pete Sampras (1997 bis 2000) gewannen je viermal in Folge.

Wimbledon Zahlen und Fakten

Mit neun Titeln ist Martina Navratilova die alleinige Rekordsiegerin in Wimbledon.

Nach dem Engländer Fred Perry, der in den Jahren 1934, 1935 und 1936 als Sieger aus der Herren-Konkurrenz hervorging, dauerte es 77 Jahre, bis 2013 mit dem Schotten Andy Murray wieder ein britischer Spieler das Herreneinzel in Wimbledon gewann. Murray gewann das Turnier anschließend ein weiteres Mal. Titel Nummer drei gilt zurzeit als unwahrscheinlich. Murray fiel mit einer Hüftverletzung fast ein Jahr aus.

Die Favoriten in Wimbledon 2018

Herren: Naturgemäß gilt Roger Federer als Favorit auf seinen achten Titel. Der 36-Jährige hat wie 2017 die gesamte Sandplatzsaison ausgelassen, um sich auf die Rasensaison neu zu fokussieren. Bei seinem Comeback gewann er das Rasenturnier in Stuttgart. Bei seinem arivierten Turnier in Halle verlor der Schweizer nach einer durchwachsenen Woche, gemessen an seinen Ansprüchen, im Finale gegen Borna Coric.

Rafael Nadal geht ohne Matchpraxis auf Rasen in das Turnier. Sein letztes Finale in London liegt sieben Jahre zurück. Seitdem steht nur ein Achtelfinale zu Buche. Auch 2018 gehört der Spanier nicht zu den Mitfavoriten. Doch zu unterschätzen ist der zweifache Champion (2008, 2010) nicht.

Aufgrund der aktuellen Ergebnisse gelten Marin Cilic (Wimbledonfinalist 2017, Queen’s Champion 2018) und der wiedererstarke Novak Djokovic (verlor im Finale gegen Cilic) als heiße Anwärter auf den Titel. Juan Martin del Potro gönnte seinem Körper eine längere Pause, ist aber zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen.

Roger Federer

Roger Federer könnte mit seinem neunten Titel zu Martina Navratilova aufschließen.

Alexander Zverev, Nick Kyrgios und Borna Coric wären ebenfalls zu nennen. Zverev bremste in der Vorbereitung ein Muskelriss aus. Kyrgios erreichte zuletzt zweimal das Halbfinale. Seine Nebenkriegsschauplätze und sein mental fragiles Fundament verhindern aber ein Favoritenstatus. Coric gewann in Halle gegen Federer, ist bei Grand Slams aber weitesgehend unerfahren.

Frauen:

Titelverteidigerin Garbine Muguruza steht naturgemäß im Fokus. Die zweifache Wimbledonsiegerin Petra Kvitova steht in London immer hoch im Kurs, zumal sie ein Vorbereitungsturnier gewann. Die Nummer eins der Welt und French Open-Siegerin Simona Halep wurde in der Vorbereitung von Achillessehnenproblemen ausgebremst und gilt auf dem Grün als nicht ganz so stark.

Garbine Muguruza konnte ihr Glück 2017 kaum fassen.

Angelique Kerber, die eine konstante Saison abruft, ist auf Rasen einiges zuzutrauen. Allerdings verlor sie vor Wochenfrist in Mallorca erstmals in Runde eins. Die Williams-Schwestern sind als Hardhitterinnen auf Rasen immer konkurrenzfähig. Gleiches gilt für die Rückkeherinnen Maria Sharapova und Victoria Azarenka.

Die Amerikanerinnen um Sloane Stephens und Madison Keys haben Außenseiterchancen. Auf Rasen als etwas ungefährlicher gelten Naomi Osaka, Elina Svitolina, Daria Kasatkina und Caroline Wozniacki.

Die Deutschen in Wimbledon

So gut wie hier spielen die deutschen Profis bei keinem anderen Grand Slam-Event. Wimbledon ist das Turnier der Deutschen. Ein Streifzug durch die Historie finden Sie HIER.

Alexander Zverev sammelte mit Bruder Mischa im Doppel der Gerry Weber Open wichtige Rasenpraxis.

2018 sind über die Weltrangliste zwölf deutsche Spielerinnen und Spieler für das Hauptfeld qualifiziert. Weitere Landsleute haben versucht, einen Platz über die Qualifikation zu ergattern (siehe oben). Drei haben es gepackt. Damit sind 15 DTB-Starter im Hauptfeld dabei. Die Spieler in der Übersicht:

Herren:

Alexander Zverev

Philipp Kohlschreiber

Peter Gojowczyk

Mischa Zverev

Jan-Lennard Struff

Maximilian Marterer

Florian Mayer

Yannick Maden

Damen:

Julia Görges

Angelique Kerber

Carina Witthöeft

Tatjana Maria

Andrea Petkovic

Antonia Lottner

Mona Barthel

Die komplette Teilnehmerliste finden Sie HIER.

Alexander Zverev, der sich vor Wimbledon ausführlich geäußert hat, hat im Vorjahr in Wimbledon sein erstes Achtelfinale auf Grand Slam-Niveau erreicht. Bei den French Open ließ er dieses Jahr sein erstes Viertelfinale folgen. Allerdings wurde er von einem Muskelriss ausgebremst und startete mit dem Training erst einen Tag vor Beginn des Turniers in Halle. Dort verlor er zum Auftakt gegen den späteren Sieger Borna Coric, erreichte aber mit Bruder Mischa das Doppelfinale (Lesen Sie HIER einen ausführlichen Lagebericht)

Eine Frage, die gar nicht einmal so leicht zu beantworten ist.

Angelique Kerber erreichte 2016 das Finale.

Die deutsche Nummer eins nutzte die Tage bei den Gerry Weber Open dennoch sinnvoll mit täglichem Training. Aufgrund der Verletzung sollten die Erwartungen von außen nicht so hoch sein. Das Erreichen der zweiten Woche ist ein realistisches Ziel. Zverev kann und wird sich dann sicherlich von Runde zu Runde steigern.

Bei den Damen ist Angelique Kerber zumindest zum erweiterten Favoritenkreis dazuzuzählen. Die Finalistin von 2016 fühlt sich auf Rasen wohl, verlor zuletzt aber zum Auftakt in Mallorca. Unter Trainer Wim Fissette zeichnet sie aber eine Gradlinigkeit und Konstanz aus, die hoffen lässt.

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