Miami Open: Zverev könnte im Halbfinale wieder auf Sinner treffen
Alexander Zverev ist bei den Miami Open an drei gesetzt und könnte in dem 96er-Feld auf einige altbekannte Gegner treffen.
Neues Spiel, neues Glück. Oder besser: Neues Turnier, neue Chancen. Nachdem der Tennistross in Indian Wells Station gemacht, geht es nun weiter bei den Miami Open – der zweite Teil des „Sunshine Doubles“ steht an. Deutschlands Top-Spieler Alexander Zverev ist an drei gesetzt, nachdem Novak Djokovic (steht in der Weltrangliste noch vor Zverev) wegen einer Schulterverletzung für Miami abgesagt hat.
Die Auslosung könnte nun einige altbekannte Gegner für ihn bereithalten. In dem 96er-Feld hat Zverev zunächst ein Freilos, in Runde zwei bekommt er es dann mit dem Gewinner der Partie zwischen Martin Damm und Jacob Fearnley zu tun. Wie schon in Indian Wells könnte Zverev in der dritten Runde wieder auf Brandon Nakashima treffen. In Kalifornien hatte sich der Deutsche mit 7:6, 5:7, 6:4 durchgesetzt. Der US-Profi fiel dabei vor allem durch seine Aufschlagstärke (17 Asse!) auf. Allerdings muss Nakashima in Runde zwei sich vermutlich erst gegen Altmeister Marin Cilic durchsetzen. Der Kroate, 37 Jahre alt, steht inzwischen wieder in den Top 50 und schlug 2026 schon den US-Aufsteiger Learner Tien.
Zverev im Viertelfinale gegen Lieblings- oder Angstgegner
Auf jenen Tien könnte Zverev dann im Achtelfinale stoßen. Allerdings muss Tien dafür in der dritten Runde mutmaßlich den Spanier Alejandro Davidovic-Fokina aus dem Weg räumen. Im anschließenden Viertelfinale sieht die Auslosung aller Voraussicht nach entweder Ben Shelton und Daniil Medvedev für Zverev vor. Gegensätzlicher könnten die Gegner nicht sein. Gegen Shelton hat Zverev in fünf Matches noch nie verloren. Er gab gegen den US-Spieler sogar erst einen Satz ab. Manche sprechen bereits von seinem Lieblingsgegner.
Ganz anders ist das Verhältnis zu Daniil Medvedev. Im direkten Duell mit Zverev führt der Russe mit 14 zu acht Siegen. Zwischenzeitlich verlor Zverev fünf Partien in Serie gegen Medvedev, ehe er ihn beim letzten Aufeinandertreffen in Paris-Bercy mit 7:6 im dritten Satz schlug. Medvedev hat sich inzwischen den Ruf des „Angstgegners“ erworben und zeigt nach einer schwierigen letzten Saison, in der er bis auf Platz 18 im Ranking abrutschte, zuletzt wieder stark ansteigende Form. Der Hardcourt-Spezialist schlug in Indian Wells Carlos Alcaraz im Halbfinale mit einer Fabel-Leistung. Auch im Finale gegen Jannik Sinner spielte er groß auf, verlor dort aber mit 6:7, 6:7.
Apropos Sinner: In Miami könnte es zum direkten Re-Match zwischen Zverev und dem Italiener kommen – wieder im Halbfinale. In Indian Wells kassierte der Hamburger seine sechste Niederlage in Folge gegen Sinner, die mit 2:6, 4:6 auch noch ziemlich glatt ausfiel. Sinner sprach davon, dass Zverev „nicht sein bestes Tennis“ gespielt hätte.
Zwei weitere deutsche Profis stehen neben Zverev noch im Hauptfeld der Miami Open. Daniel Altmaier, der 2026 noch kein Match gewann, trifft auf Terence Atmane. Jan-Lennard Struff muss gegen den US-Wildcarc-Inhaber Darwin Blanch ran. Ein echtes Highlight könnte in Runde zwei auf die Tennisfans in Miami zukommen: Sollte Joao Fonseca sein Auftaktmatch gegen Fabian Marozsan gewinnen, würde er gegen den Weltranglisten-Ersten Carlos Alacaraz antreten – ein Popcorn-Match!
