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Hamburger Rothenbaum: 5 Top Ten-Profis dabei – Zverev aber nicht

Mit fünf Top Ten-Spielern ist das Feld am Hamburger Rothenbaum so gut besetzt wie seit Jahren nicht mehr. Deutschlands Top-Profi Alexander Zverev fehlt allerdings in der Meldeliste.

Eigentlich sollten die Hamburg European Open vom 11. bis 19. Juli ausgetragen werden. Aber wie so vielen anderen Turnieren machte die Corona-Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Glück im Unglück hatten Turnierdirektorin Sandra Reichel und ihr Team aber dennoch.

Denn im ursprünglichen Re-Start-Plan für die ATP-Tour spielte das Turnier am Rothenbaum keine Rolle mehr. Eine vage Aussicht auf einen Termin nach den French Open mitten im Oktober hatten die Veranstalter zwar noch, doch das schien ziemlich illusorisch. Durch die coronabedingte Absage der Madrid Open kann nun aber doch in Hamburg gespielt werden. Vom 19. bis 27. September werden die Hamburg European Open nun als Vorbereitungsturnier in der Woche vor den French Open gespielt. Es ist damit das einzige reguläre Profi-Turnier, das in diesem Jahr in Deutschland ausgerichtet werden kann.

Top-Besetzung in Hamburg

Besonders erfreulich für die Veranstalter und die wohl 1000 Zuschauer pro Tag ist die gute Besetzung. Neben US Open-Finalist Daniil Medvedev (ATP 4) tritt auch der ATP Finals-Sieger von 2019, Stefanos Tsitsipas (ATP 6), am Rothenbaum an. Weitere Top Ten-Spieler sind der Italiener Matteo Berrettini (ATP 8), Entertainer Gael Monfils (ATP 9) und der Belgier David Goffin (ATP 10).

„Mit dieser Meldeliste steigt die Vorfreude auf das Turnier natürlich noch einmal deutlich an. Darauf sind viele Stars der neuen Generation, die wir in Hamburg bisher noch nicht live erlebt haben“, sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel am Dienstag. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass bis zum Turnierstart noch einige Änderungen in der Meldeliste folgen werden: „Einige Spieler werden ihre Teilnahme in Hamburg von ihrem Abschneiden bei den US Open und in Rom abhängig haben. Wir können uns aber in jedem Fall auf ein exzellent besetztes Turnier freuen.“

Hamburg: Titelverteidiger und junge Generation am Start

Auch Fabio Fognini (ATP 11), Roberto Bautista Agut (ATP 12), Diego Schwartzman (ATP 13) und Vorjahresfinalist Andrey Rublev (ATP 14) reihen sich zu den Startern der diesjährigen Hamburg European Open. Neben Titelverteidiger Nikoloz Basilashvili (ATP 27) und Kevin Anderson, der sein Protected Ranking nutzen will, steht mit Denis Shapovalov (ATP 17) und Felix Auger-Aliassime (ATP 20) auch die junge Generation aus Kanada in den Startlöchern.

Derzeit sucht man deutsche Namen noch vergebens auf der Entry-List. Ein Grund: Da der sogenannte „Cut“ für das Hauptfeld bei Weltranglisten-Position 31 liegt, ist Kei Nishikori mit ATP-Weltranglistenplatz 31 als letzter Spieler direkt qualifiziert und Jan-Lennard Struff (ATP 34) wäre – Stand jetzt – auf eine Wildcard fürs Hauptfeld angewiesen. Vielleicht aber rutscht er auch noch nach möglichen Absagen auf direktem Weg ins Hauptfeld, weil er hinter Filip Krajinovic (ATP 32) und Borna Coric (ATP 33) der dritte Nachrücker der sogenannten „Alternate-List“ ist.

Der zweite Grund, warum keine Deutschen auf der Hamburger Entry-List stehen: Lokalmatador Alexander Zverev hat nicht für sein Heim-Turnier gemeldet! Allerdings könnte er noch mit einer Wildcard der Veranstalter ins Feld geholt werden. 2019 stand Zverev am Rothenbaum zum zweiten Mal nach 2014 im Halbfinale und verlor gegen den späteren Titelträger Basilashvili. 2018 und 2017 startete Zverev nicht in Hamburg, weil er sich frühzeitig auf die Hardcourt-Turniere in den USA vorbereiten wollte und weil es mit seinem früheren Mentor und dem damaligen Hamburger Turnierdirektor Michael Stich wohl einige Unstimmigkeiten gab.

Mehr Infos zu den Hamburg European Open finden Sie hier.