Laver Cup

Alles Infos zum Laver Cup 2019: Teams, Spieler, Format und TV

Vom 20. bis 22. September 2019 findet der Laver Cup zum dritten Mal statt – in Genf. Alle wichtigen Infos über die Spieler, die Veranstaltung und das Format finden Sie hier.

Was ist der Laver Cup?

Roger Federer und seine Management-Agentur „Team8“ haben den Laver Cup 2017 zum ersten Mal ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen Teamwettbewerb zu Ehren des ehemaligen australischen Tennisprofis Rod Laver. Über drei Tage hinweg tritt Team Europe im Einzel sowie im Doppel gegen Team World an. Entgegen der anfänglichen Planung findet das Event jährlich statt. Ursprünglich sollte der Laver Cup in den Jahren der Olympischen Sommerspiele pausieren. Auf Grund der positiven Resonanz wurde diese Idee aber wieder verworfen.

Ganz klar im Vordergrund der Veranstaltung steht der Teamgedanke.

Wo findet der Laver Cup statt?

2019 findet der Laver Cup vom 20. bis 22. September in Genf statt. Der Gastgeber des Teamwettbewerbs wechselt jährlich, sodass eine Mannschaft alle zwei Jahre als Gastgeber in Erscheinung treten kann. Die erste Ausgabe fand auf europäischem Boden, in Prag, statt. Team World war Gastgeber der Folgeveranstaltung 2018 in Chicago. Laut Vorschriften wird immer auf Hartplatz gespielt, entweder in einer Halle oder einem Stadion mit verschließbarem Dach.

Wie ist das Format beim Laver Cup?

In einer Formation von je sechs Spielern tritt ein Team bestehend aus europäischen Spielern gegen ein zweites Team bestehend aus Spielern „aus dem Rest der Welt“ an. Die ersten vier Spieler der jeweiligen Teams qualifizieren sich über ihr Ranking. Stichtag hierzu ist die Weltrangliste nach Wimbledon. Qualifizierte Spieler haben natürlich die Möglichkeit, auf ihre Teilnahme zu verzichten. Anschließend ernennt der Kapitän der jeweiligen Mannschaft zwei weitere Spieler, die die Teams ergänzen. Wie auch in den Jahren zuvor wird John McEnroe das Team World anführen und Björn Borg übernimmt die Leitung der europäischen Mannschaft.

Pro Tag werden je vier Matches gespielt – drei Einzel und ein Doppel. Über zwei Gewinnsätze soll der Sieger der Partie ermittelt werden. Bei einem Satzgleichstand entscheidet ein Tiebreak bis zehn Punkte.

Weitere Regularien:

– Jeder Spieler muss freitags oder samstags ein Spiel bestritten haben

– Kein Spieler darf mehr als zwei Einzel spielen

– Mindestens vier der sechs Teammitglieder müssen im Doppel antreten

– Über den Verlauf des Events darf jede Doppelpaarung nur einmal in gleicher Konstellation antreten

– Gewinner des Laver Cups ist das Team, welches als erstes 13 Punkte erreicht

– Freitags kassieren die Gewinner je einen Punkt pro gewonnenes Match, samstags zwei Punkte und am Finaltag erhalten die Gewinner drei Zähler auf ihrem Konto

– Bei einem Stand von 12:12 am Finaltag wird ein entscheidendes Doppel über einen Gewinnsatz gespielt

Durch die vorletzte Regel soll sichergestellt werden, dass frühestens die erste Partie am Sonntag über den Sieger des Laver Cups entscheidet.

Wer tritt für Team Europe an beim Laver Cup 2019?

Unter dem schwedischen Kapitän Björn Borg spielen in diesem Jahr Rafael Nadal, Roger Federer und Dominic Thiem. Auch der Deutsche Alexander Zverev hat seine Teilnahme in Genf bestätigt. Ergänzt wird das Team durch den Griechen Stefanos Tsitsipas und den Italiener Fabio Fognini. Bemerkenswert an dieser Konstellation: Alle Teammitglieder stehen bzw. standen 2019 in den Top Ten der Weltrangliste. Kein leichtes Los für Team World.

Wer spielt für Team World beim Laver Cup 2019?

Unter Legende John McEnroe treten unter anderem die Aufschlag-Riesen John Isner und Milos Raonic an. Zugesagt haben außerdem der Kanadier Denis Shapovalov und die „Stimmungskanone“ Nick Kyrgios. Der Australier schlägt, wie Federer und Zverev, bereits zum dritten Mal beim Laver Cup auf. Nachdem Kevin Anderson Anfang September sein Saisonende ankündigte, Kei Nishikori und Felix Auger-Aliassime ihre Teilnahme absagten, nominierte Kapitän McEnroe die beiden US-Amerikaner Jack Sock und Taylor Fritz.

Wer ist der Favorit beim Laver Cup?

Wie zu erwarten, geht Team Europe als Favorit in das Event. Nicht nur als Titelverteidiger, sondern auch mit einem bemerkenswerten Aufgebot an Topspielern versetzen sie Team World in keine leichte Ausgangsposition. Allerdings sollte „der Rest der Welt“ nicht unterschätzt werden. Mit Isner und Raonic treten zwei Profis an, die ihr Spiel bestens über ihren Aufschlag kontrollieren können. Auch Shapovalov, Sock und besonders Nick Kyrgios halten immer eine Überraschung für ihre Gegner, aber auch für die Zuschauer, bereit.

Wie verlief der Laver Cup 2018?

Nach Tag eins ging das europäische Team mit 3:1 Spielen in Führung. Grigor Dimitrov, Kyle Edmund und David Goffin brachten die Mannschaft um Björn Borg in Führung. Lediglich das Doppel von Novak Djokovic und Roger Federer ging gegen Anderson und Jack Sock verloren. Am folgenden Tag bestätigten Zverev und Federer die Ergebnisse in ihren Einzeln. Team World erkämpfte sich allerdings ein Einzel sowie das Doppel von Sock und Kyrgios. Auch an Tag drei sichern sich Zverev und Federer die Einzel und somit den Gesamtsieg für Team Europe. Das abschließende Doppel gewann dann Team World. 13 zu 8 für Team Europe hieß der Endstand nach drei Tagen.

Wo wird der Laver Cup im TV übertragen?

Erstmals übernimmt Eurosport die Übertragung aus der Schweiz. Über das frei empfangbare Fernsehen bzw. über den Eurosport Player können die Spiele verfolgt werden.

Übertragungszeiten:

Freitag: ab 13 Uhr

Samstag: 13 bis 15 Uhr und 19 bis 23 Uhr

Sonntag: ab 12 Uhr bis 20 Uhr

Wie hoch ist das Preisgeld beim Laver Cup?

Die Spieler erhalten eine Antrittsprämie, die abhängig ist von ihrer Position im Ranking. Zusätzlich erhält jeder Sieger des Events 250.000 US-Dollar Preisgeld. Dieses Preisgeld fließt allerdings nicht in die Preisgeldstatistik der ATP-Tour ein. Ebenso erhalten die Spieler keine Weltranglistenpunkte. Allerdings ist der Laver Cup mittlerweile Bestandteil des ATP-Turnierkalenders ein. Siege im Einzel fließen in die Matchstatistik der Spieler ein – Roger Federer wurden seine vier Einzelsiege im Laver Cup in seiner ATP-Statistik angerechnet.