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Ohne Lokalmatador: Alexander Zverev musste für sein Heimturnier in Hamburg absagen. Bild: IMAGO

ATP-Turnier in Hamburg: Zverev sagt endgültig ab – Rückenprobleme

Alexander Zverev wird nicht bei seinem Heimturnier in Hamburg antreten – wegen anhaltender Rückenprobleme. Neu im Feld ist Top Ten-Spieler Alex de Minaur. 

Nun ist es offiziell: Alexander Zverev wird 2026 nicht beim ATP-Turnier in Hamburg aufschlagen. Das gab der Veranstalter tennium in einer Pressemitteilung bekannt. „Aufgrund anhaltender Rückenprobleme, die ihn bereits während der gesamten Sandplatzsaison beeinträchtigt haben“, könne der deutsche Spitzenspieler nicht am Rothenbaum antreten. Natürlich ist das ein Rückschlag für das Turnier. Zverev gilt in seiner Heimatstadt als Zuschauermagnet.

„Wir bedauern die Absage von Alexander Zverev sehr. Hamburg ist seine Heimatstadt, und wir wissen, wie viel es ihm bedeutet, hier vor seinen Fans am Rothenbaum zu spielen. Gleichzeitig verstehen wir die unglücklichen Umstände seiner Verletzung voll und ganz und wünschen ihm eine schnelle Genesung. Wir freuen uns darauf, ihn in Zukunft wieder bei uns begrüßen zu dürfen“, wird Turnierdirektor Enric Molina Mur in der Pressemitteilung zitiert.

Alex de Minaur erstmals in Hamburg

Eine gute Nachricht gibt es allerdings doch noch für die Tennisfans der Hansestadt: Alex de Minaur erhält die vierte Wildcard und spielt erstmals in Hamburg. Der Australier hat sich zwar zuletzt in den Top Ten etabliert, Sand zählt allerdings nicht zu seinem besten Belag. Von sieben Sandplatzmatches 2026 hat der Australier nur drei gewonnen. Bei den Masters-1000er-Turnieren in Rom und Madrid schied er jeweils zum Auftakt aus.

„Wir sind sehr froh, mit Alex de Minaur einen weiteren Top-10- und Weltklassespieler kurzfristig für unser ohnehin extrem stark besetztes Feld gewonnen zu haben. Alex bringt enorme Qualität, Intensität und Professionalität mit und passt perfekt zu den anda Hamburg Open. Unser Teilnehmerfeld gehört auch in diesem Jahr zu den stärksten der vergangenen Jahre, und die Fans dürfen sich weiterhin auf Weltklasse-Tennis freuen“, sagte Molina Mur.

Zverev-Absage wenig überraschend

Die endgültige Absage von Zverev kommt wenig überraschend. Schon nach seinem Achtefinal-Aus in Rom gegen den Italiener Luciano Darderi hatte der 29-Jährige gesagt: „Vielleicht ist die frühe Niederlage in dieser schwierigen Phase für mich ja ein kleiner Segen. Ich kann mich ausruhen, neue Energie tanken und mich zu 100 Prozent auf Roland Garros vorbereiten. Ich kann mir ein paar Tage frei nehmen. Ich habe jetzt fast zwei Wochen Zeit bis zu meinem nächsten Spiel. Ich hoffe, ich kann diese Zeit gut nutzen.“ Bereits in München Mitte April hatte Zverev über Müdigkeit geklagt und überlegt, nicht bei jedem Vorbereitungsevent für Roland Garros anzutreten.

Auch ohne Zverev präsentiert sich das Teilnehmerfeld der Hamburg Open durchaus stark. Angeführt wird das Feld von drei Top-10-Spielern der Weltrangliste: Alex de Minaur, Félix Auger-Aliassime und Ben Shelton. Insgesamt stehen sieben Spieler aus den Top 20 auf der Meldeliste, darunter Titelverteidiger Flavio Cobolli, Karen Khachanov, Tommy Paul sowie Luciano Darderi, der noch am Freitag das Halbfinale beim Masters in Rom zu absolvieren hat. Sollte Darderi ins Finale einziehen, ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass er danach noch in Hamburg startet. Mit dabei sind auch Frances Tiafoe, João Fonseca und Jakub Menšík. Aus deutscher Sicht stehen zudem Jan-Lennard Struff, Daniel Altmaier, Diego Dedura und Justin Engel besonders im Fokus.

Hanfmann rückt noch ins Hauptfeld

Von der ursprünglichen Entry-List sind allerdings auch einige Profis verschwunden: Lorenzo Musetti, Jiri Lehecka, Valentin Vacherot, Jack Draper, Brandon Nakashima, Denis Shapovalov und Holger Rune haben ihre Teilnahme abgesagt. Von den „Alternates“ für das Hauptfeld hat sich unter anderem auch der neue spanische Shooting-Star Rafael Jodar zurückgezogen. Immerhin: So rückt nun Yannick Hanfmann direkt ins Main-Draw. Der Deutsche konnte 2026 schon das Sandplatz-Finale von Santiago de Chile erreichen, wo er gegen Luciano Darderi verlor.

Die Hamburg Open 2026 beginnen am Samstag (16. Mai) mit der Qualifikation. Mit dabei sind die deutschen Nachwuchsspieler Max Schönhaus, Mika Petkovic und Niels McDonald, die allesamt per Wildcard ins Feld rutschten. Die ersten Hauptfeld-Matches gibt es bereits am Sonntag (17. Mai).