The Internazionali BNL d’Italia 2018 – Day Eight

ATP-Finals: Zverev erst gegen Nadal, Hammergruppe für Mies/Krawietz

Titelverteidiger Alexander Zverev hat sich selbst in eine „interessante“ Gruppe für das ATP-Saisonfinale in London gelost. Der gebürtige Hamburger trifft in der Vorrunde des Elite-Turniers (10. bis 17. November) auf den Weltranglistenersten Rafael Nadal (Spanien) sowie Daniil Medvedev (Russland) und Stefanos Tsitsipas (Griechenland). Die nach Andre Agassi benannte Gruppe mit den „drei Jungen und Rafa“ sei „sehr interessant und offen“, sagte Zverev.

Für die Björn-Borg-Gruppe zog der 22-Jährige zum gesetzten Vorjahresfinalisten Novak Djokovic (Serbien) den sechsmaligen Turniersieger Roger Federer (Schweiz), Dominic Thiem (Österreich) und Finaldebütant Matteo Berrettini (Italien). Die beiden jeweils Gruppenersten ziehen ins Halbfinale ein. In der K.o.-Runde hatte sich Zverev im vergangenen Jahr gegen Federer und Djokovic durchgesetzt und damit seinen bislang größten Titel gewonnen.

Zverev bei den ATP-Finals gegen Nadal, Medvedev und Tsitsipas

Zverev spielt zum Auftakt gegen den zuletzt angeschlagenen Nadal – und zwar am Montag um 21 deutscher Zeit (live bei Sky). Nadal hatte sich vor seinem Halbfinale am vergangenen Samstag beim Masters in Paris an der Bauchmuskulatur verletzt, gab aber nun vorsichtig Entwarnung. Am Donnerstag oder Freitag werde er in der O2-Arena mit dem Aufschlagtraining beginnen, schrieb Nadal bei Twitter.

Für den 19-maligen Grand-Slam-Sieger geht es in London nicht nur um seinen ersten Titel bei den ATP Finals, sondern auch um das Überwintern auf Platz eins im Ranking. Nadal startet mit 640 Punkten Vorsprung auf seinen Dauerrivalen Djokovic ins Turnier, übersteht er die Gruppenphase, hält er den Wimbledonsieger auf Distanz.

Schwere Auslosung für Mies/Krawitz

Die beiden deutschen Doppelspieler Andreas Mies und Kevin Krawietz haben bei ihrer ersten WM-Teilnahme eine schwere Auslosung erwischt. Die beiden French Open-Sieger treffen in der Vorrunde auf das derzeit stärkste Doppel der Welt: die beiden Kolumbianer Juan Sebastian Cabal und Robert Farah. Die Führenden in der Doppel-Weltrangliste gewannen 2019 in Wimbledon und bei den US Open.

Außerdem bekommen es Mies/Krawietz mit der französischen Paarung Mahut/Herbert zu tun, die jüngst den Titel beim Masters-1000er in Paris-Bercy holte. Mahut/Herbert gewannen zu Beginn des Jahres auch in Melbourne. Dann allerdings konzentrierte sich Herbert mehr auf seine Einzelkarriere und trat plötzlich mit Andy Murray in Wimbledon an, während Mahut mit Edouard Roger-Vasselin an der Church Road ins Finale einzog. Mittlerweile sind Mahut/Herbert wieder vereint. Ihr großes Ziel: Sie wollen 2020 bei den Olympischen Spielen Gold holen.

Die dritten Gegner für die deutsche Paarung sind Jean-Julien Rojer und Horia Tecau. Die beiden spielen seit fünf Jahren zusammen und verstehen sich auf dem Platz blind. Ihre größten Erfolge waren der Wimbledon-Titel 2015 und der Triumph bei den ATP-Finals im gleichen Jahr. Hinzukommt ein US Open-Titel aus dem Jahr 2017.

In ihrem ersten Gruppenspiel am Montag um 13 Uhr deutscher Zeit (live bei Sky) duellieren sich Mies/Krawietz mit Rojer/Tecau.

SID/timboe