2015 French Open – Day Fifteen

Alle Informationen zu den French Open 2018: Favoriten, Preisgeld, TV und Streams

Die French Open in Paris finden als zweites Grand Slam des Jahres vom 27. Mai bis zum 10. Juni 2018 statt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Höhepunkt der Sandplatzsaison: Teilnehmer, Auslosung Favoriten, Preisgelder und TV-Zeiten. Außerdem gibt es eine Einschätzung zu den deutschen Spielerinnen und Spielern.

Die French Open in Paris sind das zweite von vier Grand Slams im Kalender des Profitennis. Das Turnier findet im Stade Roland Garros statt und ist das traditionelle Highlight auf Sand. Es ist das wichtigste Turnier des Jahres auf diesem Untergrund.

Das Turnier wird von der ITF ausgerichtet und ist Teil der ATP World Tour sowie der WTA-Tour. Neben den Einzelkonkurrenzen werden die Sieger im Doppel, Mixed, den Junioren sowie bei den Rollstuhlfahrern ermittelt.

Es wird 2018 das erste Grand Slam sein, das mit einer sogenannten Shot Clock arbeitet, die den Spielern nur 25 Sekunden zwischen den Ballwechseln lässt. Beim Juniorenturnier fällt sogar die traditionelle Netzroller-Regelung nach dem Aufschlag weg.

HIER finden Sie Ergebnisse und Ansetzungen der deutschen Teilnehmer

HIER geht es zur aktuellen Kolumne unseres Reporters vor Ort

Wann finden die French Open statt?

Das Hauptfeld startet am 27. Mai 2018. Das Finale der Herren wird am 10 Juni um 15 Uhr begonnen. Bereits am 21. Mai beginnt die Qualifikation für das Hauptfeld.

Wo finden die French Open statt?

Das Turnier findet traditionell im Stade Roland Garros in Paris statt. Das liegt im 16. Arrondissement der französischen Hauptstadt. Roland Garros war ein Luftfahrtpionier (1888-1918). Die Anlage befindet sich rund 40 Autominuten vom Flughafen Charles de Gaulle und 15 Minuten vom berühmten Eiffelturm.

Historie: Seit wann werden die French Open ausgetragen?

Das traditionsreiche Turnier wird seit 1891 jährlich zwischen Mitte Mai und Anfang Juni ausgetragen. Im ersten Jahr hieß das Turnier „Championat de France international de Tennis“ (die internationalen Tennis-Meisterschaften Frankreichs).

Der erste Sieger im Herren-Einzel war der Brite H. Briggs. Das Turnier umfasste damals fünf Teilnehmer, allesamt Amateure, da bei den französischen Meisterschaften bis 1934 Profis nicht zugelassen waren. Sämtliche Spiele des Turniers fanden an einem einzigen Tag statt. Briggs gewann das Finale auf einem Rasenplatz, vor einer Handvoll von Zuschauern, in zwei Sätzen (6:3, 6:3) gegen den Franzosen P. Baigneres. Obwohl über Briggs’ Leben weiter nichts bekannt ist, ging Briggs damit als Sieger der ersten Tennismeisterschaften Frankreichs in die Annalen ein.

Der Centre Court bei den French Open.

Die Damen durften erstmals im Jahr 1897 antreten. Bis 1925 war der Turnierstart ausschließlich französischen und einer sehr beschränkten Anzahl ausgewählter ausländischer Athleten vorbehalten.

1928 wurde anlässlich einer Davis Cup-Partie ein neues Stadion gebaut und nach Roland Garros benannt. Als Untergrund wählte man nun erstmals jenen Belag, der bis heute als das bestimmende Markenzeichen der French Open gilt, dem Turnier seinen spezifischen Reiz verleiht und ganz besondere Herausforderungen an den Spieler stellt: terre battue – die langsame „Rote Asche“ aus zermahlenen Ziegelsteinen, die den Spieler zu einem geduldigen Spielaufbau zwingt und Netzangriffe erschwert. Das Stade Roland Garros wurde am 19. Mai 1928 mit einem Damen-Länderkampf eröffnet.

Seit Beginn der Open Era 1968 waren auch Profis zugelassen. Erfolgreichster Spieler seitdem ist glasklar Rafael Nadal, der das Turnier bereits zehnmal gewinnen konnte. Die letzten französischen Sieger sind Mary Pierce (2000) und Yannick Noah (1983). Seit 2006 beginnt das Turnier bereits am Sonntag.

Wo werden die French Open im TV übertragen?

Der internationale Sportsender Eurosport hält die Übertragungsrechte an den French Open – so auch in Deutschland. Der Sender überträgt täglich, ab Sonntag den 27. Mai 2018 auf dem Hauptsender Eurosport 1 (jeweils ab 11 Uhr) sowie den weiteren Sendern Eurosport 2 und Eurosport 360. In der zweiten Turnierwoche startet die Übertragung ab dem 4. Juni um 14 Uhr. Die vollständige Qualifikation wird im Eurosportplayer ausgestrahlt.

Eurosport setzt bei den French Open auf Boris Becker und Matthias Stach.

Der Sender schlägt 2018 mit einem Expertendoppel auf. Neben Boris Becker, der seinen Vertrag bis 2020 verlängert hat, wird auch die langjährige Fed Cup-Chefin und jetzige Head of Women Tennis beim DTB, Barbara Rittner am Mikro und in der Kommetatorenbox zu sehen und zu hören sein.

Gibt es einen Stream für die French Open?

Eurosport berichtet auf allen Plattformen ausführlich über das Turnier. Im sogenannten Eurosport Player können Spiele auf mehreren Plätzen live verfolgt werden. Für 9.99 Euro im Monat oder 23.99 Euro bis zum Jahresende können Pässe gebucht werden. Die Übertragung startet bereits mit der Qualifikation am 21. Mai 2018.

Wie hoch sind die Preisgelder bei den French Open 2018?

Die French Open erhöhen ihr Preisgeld in diesem Jahr um fast zehn Prozent auf 39,2 Millionen Euro. Mehr Geld gab es für die Tennisprofis bislang nur bei den US Open 2017 (ca. 43,3 Millionen Euro) zu verdienen.  Vor fünf Jahren wurden bei den French Open noch 22 Millionen Euro ausgezahlt. Mittlerweile hat sich das Preisgeld fast verdoppelt. (ALLE Infos HIER)

Quelle: French Tennis Federation

Vergangene Sieger bei den French Open

JahrFrauenMänner
2017Jelena OstapenkoRafael Nadal
2016Garbine MuguruzaNovak Djokovic
2015Serena WilliamsStan Wawrinka
2014Maria SharapovaRafael Nadal
2013Serena WilliamsRafael Nadal
2012Maria SharapovaRafael Nadal
2011Li NaRafael Nadal
2010Francesca SchiavoneRafael Nadal
2009Svetlana KuznetsovaRoger Federer
2008Ana IvanovicRafael Nadal
2007Justine HeninRafael Nadal
2006Justin HeninRafael Nadal

Die Ergebnisse der Deutschen bei den French Open

Alle Ergebnisberichte der deutschen Spielen finden Sie HIER

Doppel/Mixed

In den Doppeln kam kein deutscher Spieler in der Herren- oder Damenkonkurrenz über die zweite Runde hinaus. Im Mixedwettbewerb ist Anna-Lena Grönefeld als insgesamt letzte Deutschhe im Halbfinale ausgeschieden. Sie unterlag an acht gesetzt mit Robert Farah den an zwei gesetzten Latisha Chan und Ivan Dodig im Matchtiebreak des dritten Durchgangs.

Junioren:

Rudi Molleker, der an drei gesetzt war, ist etwas überraschend in der ersten Runde der Juniorenkonkurrenz gescheitert. Er unterlag dem Amerikaner Brandon Nakashima, der das Viertelfinale erreichte. Die Juniorinnenkonkurrenz verlief ohne deutsche Teilnehmer.

Einzel

Viertelfinale

Männer:

Alexander Zverev (2) – Dominic Thiem (7, Österreich) 4:6, 2:6, 1:6

Frauen:

Angelique Kerber (12) – Simona Halep (1)  7:6, 3:6, 2:6

Achtelfinale

Herren

Alexander Zverev (2) – Kharen Khachanov (Russland) 4:6, 7:6, 2:6, 6:3, 6:3

Maximilian Marterer – Rafael Nadal (1, Spanien)

Frauen:

Angelique Kerber (12) – Caroline Carcia (7, Frankreich) 6:2, 6:3

Runde 3

Männer:

Alexander Zverev (2) – Damir Dzumhur (26, Bosnien Herzegowina) 6:2, 3:6, 4:6, 7:6, 7:5

Maximilian Marterer – Jürgen Zopp 6:2, 6:1, 6:4

Mischa Zverev – Kervin Anderson (9, Südafrika) 1:6, 7:6, 3:6, 6:7

Frauen:

Julia Görges (11) – Serena Williams (USA) 3:6, 4:6

Angelique Kerber (12) – Kiki Bertens (18, Niederlande) 7:6, 7:6

Andrea Petkovic – Simona Halep (1, Rumänien) 5:7. 0:6

Runde 2

Männer:

Alexander Zverev (2) – Dusan Lajovic 2:6, 7:5, 4:6, 6:2, 6:2

Maximilian Marterer – Denis Shapovalov 5:7, 7:6, 7:5, 6:4

Jan Lennard Struff – Steve Johnson 6:4, 6:7, 2:6, 2:6

Frauen:

Julia Görges (11) – Allison van Uytvanck (Belgien) 7:5, 7:6

Angelique Kerber (12) – Ana Bogdan (Rumänien) 6:2, 6:3

Andrea Petkovic – Bethanie Mattek-Sands 6:0, 7:6

 

Runde 1:

Männer:

Alexander Zverev (2) – Ricardas Berankis (Litauen) 6:1, 6:1, 6:2

Oscar Otte – Matteo Berrettini 6:3, 7:5, 6:2, 6:1

Philipp Kohlschreiber ( 22) – Borna Coric (Kroatien) 3:6, 6:3, 3:6, 4:6

Jan-Lennard Struff  – Jewgeni Donskoi (Russland) 6:1, 6:3, 6:0

Mischa Zverev  – Florian Mayer 6:2, 6:1, 7:6

Maximilian Marterer – Ryan Harrison (USA) 6:1, 6:3, 7:5

Peter Gojowczyk  – Cameron Norrie (Großbritannien) 1:6, 0:2 Aufgabe wegen Verletzung

Frauen:

Julia Görges (11) – Dominika Cibulkova (Slowakei) 6:4, 5:7, 6:0

Angelique Kerber (12) – Mona Barthel (Neumünster) 6:3, 6:2

Carina Witthöft – Fiona Ferro (Frankreich) 6:4, 6:2

Andrea Petkovic – Kristina Mladenovic (Frankreich/Nr. 29) 7:6, 6:2

Tatjana Maria  – Kirsten Flipkens (Belgien) 6:7, 4:6

Laura Siegemund  – Coco Vandeweghe (USA/Nr. 15) 4:6, 4:6

Die Auslosung der French Open

Bei der erstmals bereits am Donnerstag stattfindenden Auslosung hat Deutschlands Topspieler Alexander Zverev eine ordentliche Auslosung erwischt. Der 21-Jährige trifft auf Ricardis Berankis, der seit dem Davis Cup im April kein Match mehr bestritten hat. Zverev gewann glatt in drei Sätzen.

In Runde zwei könnte der formstarke Dusan Lajovic warten, erst ab Runde drei könnte ein Top-50-Spieler warten, gegen die Zverev bei Grand Slams noch kein Spiel gewonnen hat (0:7).

Julia Görges hat ein zumindest prominentes Los gezogen. Dominika Cibulkova ist aber nicht in Form. Angelique Kerner bekommt es mit Landsfrau Mona Barthel zu tun. HIER geht es zur kompletten Auslosung

French Open: Wann fand die Auslosung statt?

Bei der Auslosung gibt es in diesem Jahr eine Änderung: Der Spielplan wird nicht wie normalerweise am Freitagmittag, sondern bereits am Donnerstag, den 24. Mai um 19 Uhr ermittelt. Ort der Auslosung ist die Orangery, eine Gebäude des botanischen Gartens direkt neben der Anlage von Roland Garros.

Die Qualifiktation bei den French Open

Acht deutsche Herren sind am Montag, den 21. Mai in die dreistufige Qualifikation der French Open gestartet. Durchsetzen bis in die letzte Runde konnten sich (Stand Freitagmittag)  nur Oscar Otte, der im Qualifinale auf den Spanier Taberner traf, verlor, aber später als Lucky Loser nachrückte. Ausgeschieden ist unter anderem Dustin Brown. Bekannte internationale Namen in der Qualifikation sind Bernard Tomic und Ernests Gulbis. HIER finden Sie die Qualifizierten.

Bei den Damen startete die Qualifikation am Dienstag, den 22. Mai – mit zwei deutschen Damen.

Tatjana Korpatsch hat sich in die letzte Qualifikationsrunde vorgespielt. Sie traf auf die Rumänin Dulgheru, gegen die sie denkbar knapp verlor. Die Nummer eins der Qualifikations-Setzliste, Vera Lepkp ist ebenso ausgeschieden wie etwa Genie Bouchard. HIER geht es zu den Ergebnissen.

Favoriten bei den French Open

Rafael Nadal als Topfavorit der diesjährigen French Open zu bezeichnen, wäre noch untertrieben. Der zehnfache Sieger hat lediglich ein Spiel in dieser Saison auf Sand verloren, gegen Dominic Thiem in Madrid. Der Österreicher gilt daher bewiesenermaßen als einer der wenigen Spieler, die El Matador besiegen können.

La Decima

Rafael Nadal hat die French Open bereits zehnmal gewonnen.

Alexander Zverev hat das noch nicht geschafft. Sein Finale in Rom gegen Nadal war teilweise dramatisch und wird ihm langfristig helfen. Thiem besiegte er bereits im Finale von Madrid und tankte damit sehr viel Selbstvertrauen. Er gehört zu den wenigen Spielern, die an einem guten Tag eine Chance gegen Nadal haben. Weiterhin zu nennen wären da David Goffin, Novak Djokovic, Fabio Fognini oder Kei Nishikori. Juan Martin del Potro gehört zu diesem erlesenen Kreis hinzu, musste aber in Rom verletzungsbedingt aufgeben. Seine Teilnahme ist noch nicht sicher. Gleiches gilt für Nick Kyrgios, der seinen maladen Ellenbogen in dieser Woche testet. Stan Wawrinka scheint nach seiner langen Verletztenmisere noch nicht so weit zu sein, um in den Titelkampf einzugreifen.

Bei den Damen ist das Feld viel offener. Vorjahressiegerin Jelena Ostapenko hat nur Außenseiterchancen auf den Titel, um den sich Simona Halep, Garbine Muguruza und Karolina Pliskova streiten wollen. Auch Maria Sharapova scheint rechtzeitig wieder in Reichweite zu sein. Serena Williams wird wohl starten, aber fast gänzlich ohne Matchpraxis auskommen müssen.

Des Weiteren ist mit Carolina Wozniacki, Elina Svitolina und Venus Williams zu rechnen. Die Amerikanerinnen um Sloane Stephens fühlen sich auf der roten Asche nicht so wohl, haben bestensfalls Außenseiterchancen. Daria Kasatkina und Naomi Osaka sind von den jüngeren Spielern Anwärter auf die letzten Runden von Paris.

Zverev, Kerber und Co: Aussichten der Deutschen 2018 bei den French Open

Alexander Zverev steht nach seinen beiden Titeln bei den BMW Open in München sowie beim Masters in Madrid besonders im Fokus. Da Roger Federer die Sandplatzsaison auslässt, startet der 21-Jährige als Nummer zwei der Setzliste in die French Open. 2017 hatte er ebenfalls zwei Turniere auf Sand gewonnen, scheiterte dann überraschend in Runde eins von Paris gegen Fernando Verdasco.

Zverev ist seitdem gereift, hat aber auf Grand Slam-Ebene im Best of 5-Modus erst ein Achtelfinale erreicht (Wimbledon 2017). Dieses Ergebnis einzustellen, ist das Mindestziel des Deutschen. Sein Ehrgeiz und seine eigenen Ziele sind ungleich höher.

Alexander Zverev

Alexander Zverev nach seinem Sieg in Madrid.

Philipp Kohlschreiber hat sich dank guter Ergebnisse in München (Finale), Madrid (Viertelfinale) in die Setzliste von Paris gespielt. Ruft er sein bestes Sandplatztennis ab, ist das Achtelfinale drin.

Angelique Kerber hat auf Sand naturgemäß mehr Probleme und ist in den vergangenen zwei Jahren an ihrer Auftakthürde gescheitert. Nach einer Oberschenkelverletzung meldete sie sich in Rom (Viertelfinale) mit guten Leistungen wieder zurück. Dank ihrer Setzung (um die zehn), kann sie die zweite Woche erreichen. Danach hängt sicherlich vieles von ihrem entwickelten Selbstvertrauen ab.

Julia Görges hatte sich zwischenzeitlich erstmals in die  Top 10 vorgespielt, zuletzt etwas geschwächelt. Den Start beim letzten Turnier in Rom sagte sie ohne Begründung ab. Findet die Wahlregensburgerin ihren Rhythmus, ist sie auf jeden Fall für die zweite Woche gut.

Deutsche Teilnehmer bei den French Open

Die deutschen Herren sind Alexander Zverev, Philipp Kohlschreiber, Peter Gojowczyk, Mischa Zverev, Jan-Lennard Struff, Maximillian Marterer und Florian Mayer.

Kerber

Kerber benötigt Selbstvertrauen, um in Paris weit zu kommen.

Die Situation bei den Damen: Laura Siegemund muss ihr Protected Ranking trotz zehnmonatiger Verletzung nicht in Anspruch nehmen. Als Weltranglisten-97. ist sie gerade so noch ins Hauptfeld gerutscht. Dabei profitiert sie vor allem von den Punkten, die sie bei ihrem Turniersieg in Stuttgart im letzten Jahr, sammelte. Neben Siegemund und den beiden deutschen Top-Spielerinnen Julia Görges und Angelique Kerber sind auch Carina Witthöft, Tatjana Maria, Mona Barthel und Andrea Petkovic im Hauptfeld.



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